ANCIENT WAYS
Räuchern
Räuchern


 Bei diesem Thema - wie bei allen anderen Themen -  sollte man sich erst mal bewusst werden, was man braucht oder erreichen möchte. 

ETWAS ZU TUN, NUR WEIL MAN ES KANN,  IST DER VÖLLIG FALSCHE WEG

und noch etwas:
WENN ETWAS ( PFLANZE, STEIN, RÄUCHERUNG) NÜTZLICH IST, SO SEI DIR GEWISS, DASS ES AUCH SCHADEN KANN ! ! !   DAHER: DIE WIRKUNG MACHTS ! ! !

SEI IMMER ACHTSAM BEI DEINEM TUN!

 
Du hast die Belehrungen gelesen und trägst immer selbst die volle Verantwortung für deine Entscheidungen und dein Handeln.


(foto: google)

 
Räuchern - Wirkung und Anwendung
 
S. Uridil ©
 
So unüblich und befremdend, aber auch in den Bereich des Aberglaubens abgeschoben, das Räuchern für uns mittlerweile geworden sein mag, so ist es doch seit uralten Zeiten als Anrufung der Götter überall auf der Erde bis heute in aktivem Gebrauch. Seit die Menschen Feuer entfachen konnten, liegt der Gedanke nahe, dass diese auch mit verschiedenen Brennmaterialien genährt wurden, unter anderem auch solche, die Wohlgerüche hervorriefen.
 
Wer schon in fremden Ländern gewesen ist und dort die selbstverständlichen rituellen Räucherungen erlebt hat, wird sich in unserer hektischen und materiellen Welt vielleicht daran erinnern, wie gut und angenehm diese meditative Atmosphäre ist, die von solchen Zeremonien ausgeht.
 
Manche integrieren dann vielleicht zuhause das Räuchern in ihr Leben. Aber die meisten vergessen im Stress wieder darauf oder nehmen sich vor lauter „ich – muss - noch“ keine Zeit. Ein weiterer Faktor ist, dass man ausgelacht werden könnte . . . „was würden wohl die Nachbarn sagen . . .“
 
Die Räucherung wurde – bis in die heutige Zeit - immer als eine Anrufung verstanden, die zu einem bestimmten Anlass oder Zeitpunkt, aber auch bei einer großen Bitte an die Gottheit/en zelebriert wurde - und wird. Räucherungen sollten also nicht „just forfun“ und nur weil es so gut duftet gemacht werden. Sicherlich ist es angenehm, weil es einen intensiven angenehmen Duft verbreitet, aber nicht nur!
 
Niemand sagt, dass Räucherungen jeden Tag durchgeführt werden müssen. Eher gebräuchlich ist jedoch das Räuchern zu bestimmten Anlässen, man denke nur an den 3 – Königs – Tag, an dem seit alters her der Bauer durch das Haus und die Stallungen geht und mit dem Rauch alles reinigt und segnet.
 
Für jemanden, der täglich meditiert, für den gehören meist Räucherstäbchen oder ähnliches zum täglichen Gebrauch, da Düfte und Räucherwerk bei der Meditation das Abschalten vom Alltäglichen erleichtern und die Kommunikation mit dem Geistigen und Göttlichen fördern.
Wenn man hierzu z. B. Räucherstäbchen benutzt, kann man seine Meditationszeit darauf einstellen, da sie ziemlich genau eine halbe Stunde brennen.
 
Einerseits wirken die Substanzen, die im Räucherwerk enthalten sind, wohltuend auf Körper, Geist und Seele, andererseits reinigt das Räucherwerk die Atmosphäre und uns von allem Negativen.
 
Zum Räuchern werden Harze, Hölzer und Wurzeln, getrocknete Blüten und Kräuter verwendet. Diese werden dann auf glühender Holzkohle verbrannt, wodurch sich zum Teil starker Rauch entwickelt.
Deshalb ist es ratsam, während des Räucherns oder danach zu lüften.
 
Holzkohle wird speziell für diesen Zweck als praktische Tabletten hergestellt, die mit  ein wenig Salpeter durchzogen sind, damit sie leichter anbrennen, und die in der Mitte eine Vertiefung für das Räucherwerk haben.
 
Nachdem man die Kohle angezündet hat, legt man sie in eine hitzebeständige Schale, die entweder mit Holzasche oder mit Sand zur Hälfte gefüllt ist. Sobald die Kohle glüht, legt man in die Vertiefung der Kohle eine Prise oder ein Bröckchen Räucherwerk.
 
Bei Räucherstäbchen oder Räucherkegeln ist die Rauchentwicklung nicht so stark, so dass man sie auch in geschlossenen Räumen verwenden kann.
Dazu werden Stäbchen oder Kegel angezündet und nachdem sich an der Spitze die Glut gebildet hat, die Flamme mit einer fächernden Handbewegung gelöscht.
 
Ausblasen sollte man die Flamme nicht, da die Meinung besteht, dass sonst die guten Geister vertrieben werden . . .
 
Wer weiß das schon . . . :-)


(foto: google)


Womit Räuchern . . .?

Diese Liste wäre endlos . . . außerdem gibt es mittlerweile im Web sehr viele Seiten über dieses Thema. Und ich gestehe gerne, dass auch wundervoll ausgearbeitete darunter sind.

Doch ein paar meiner Lieblings - Räucherungen möchte ich hier doch einbringen . . . :-)


COPAL

Copal ist ein Sammelbegriff für verschiedene bernsteinartige Harze, die von Bäumen unterschiedlicher Pflanzenfamilien abstammen.So gibt es ihn in verschiedenen Farben - Gold - Copal, weißer und sogenannter schwarzer Copal. Grundsätzlich sind alle drei zur Reinigung und für Zeremonien wundervoll, haben jedoch auf Grund ihrer unterschiedlichen Färbung auch verschiedene Eigenschaften.



(foto: Google)

Goldcopal ist bei den Azteken als sehr magisch bekannt. Es ist Geschmackssache, welcher der verschiedenen Copale einem beliebt. Copal wird von aztekisch Copalli oder Cocopaltic abgeleitet. Es war ihr wichtigster Räucherstoff für alle religiösen, magischen und medizinischen Zwecke. Die Maya räuchern das Harz zur Abwehr von schwarzer Magie, bösen Geistern und dem bösen Blick. In der mexikanischen Magie wird Copal zum Schutz vor Hexerei verräuchert.

Der weisse Copal aus Peru hat einen angenehmen, milden, weichen Duft, der entspannt und harmonisiert.
Von Schamanen wird er vor jedem Heilritual verwendet, um die Atmosphäre zu reinigen. Es fördert auch Intuition und Kreativität.
Das Räucherharz Copal ist bestens geeignet für Segnungs- und Reinigungs-Zeremonien.
Seine Stärke liegt in seinem hohen Reinigungsgrad. Man verwendet ihn, um Atmosphäre, Gegenstände (z.B. Heilsteine), Energiebahnen und die Aura zu reinigen.
Copal diente den Indianern als Räucherwerk, das eine Initation begleitete oder zur Divination befähigte.

Copal schwarz wirkt sehr entspannend und beruhigend, harmonisiert Körper und Geist und schafft eine Atmosphäre des Friedens. Er unterstützt auf dem Weg zur inneren Ruhe Einkehr und Ausgleich, was gerade in unserer stressigen Zeit wichtig und nötig ist.
Das dunkle Harz wurde bei magischen, religiösen und medizinischen Ritualen geräuchert. Copal Harz wurde geräuchert als Schutz vor dem bösen Blick, Abwehr von schwarzer Magie, Dämonen und Geistern

.




PALO SANTO


(foto: google)
(= Bursera Graveolens) spanisch für palo = Holz und Santo = heilig - also Heiliges Holz gehört zur selben Familie (Burseraceae) wie Weihrauch und Myrrhe.


Palo Santo wird in der lokalen Volksmedizin sehr geschätzt. Unter anderem wird aus der Rinde auch ein Tee hergestellt. Die Ureinwohner nutzen dieses Holz sowohl in Schwitzhütten für die Reinigung der Seele und des Körpers als auch für Heilzwecke. Beim Räuchern entfaltet sich ein sanftes, befreiendes Aroma.
Der Duft des Palo Santo soll Ruhe, Harmonie und neue positive Ideen mit sich bringen. Desweiteren soll Palo Santo beim Räuchern die Luft der Umgebung im Haus oder Freien reinigen und dabei sogar Insekten vertreiben.
Fördert Glück und Geborgenheit, stärkt Urkraft, wirkt aphrodisierend.




EICHENRINDE



Eichenrinde wirde bereits bei den Germanen und Kelten als Zusatz zu Räucherwerk gegen negative Einflüsse und Wesenheitenverwendet. Die Eiche ist ein uralter Kultbaum und wurde dem germanischen Gott "Donar" beziehungsweise "Thor" geweiht. Die Kelten nannten ihn "Dair", woraus das Wort "Druiden" abgeleitet wurde.

Geräuchert schenkt Eichenrinde große Kraft, Widerstandsfähigkeit, Erfolg, Ruhm, Charakterstärke, Gerechtigkeitssinn und langes Leben. Stärkend, aufbauende, anregend, heilend, Abwehrkräfte, wirkt positiv auf Leib und Seele, Neuanfang.



WEISSER SALBEI

(foto: google)
Die bedeutendste Salbeiart des modernen Räucherns, zum Aufguss in Schwitzhütten und Sauna. Wirkt desinfizierend und reinigend. Warmer Tee aus den Blättern hilft bei Halsweh, kalter Tee bei Magenbeschwerden.
 
Salbei ist die Pflanze der Indianer und wird traditionell zur Reinigung von Aura und Atmosphäre verwendet. Nach dem Anzünden sollte die Flamme ausgeblasen werden. Das Bündel glimmt dann weiter und verbreitet einen intensiven Geruch. Salbei hat eine sehr reinigende Wirkung und fördert das glückliche Gelingen von Vorhaben. Der krautig-frische, würzige Duft unterstützt die Meditation und lässt die Gedanken ruhig und klar werden.
Sie nutzten die Blätter aber auch als Shampoo und  zum Einreiben des Körpers gegen Schweißgeruch vor der Jagd. Gegen Schweißfüße wurden die Blätter in die Mokassins gelegt.

Den keltischen Druiden war Salbei das Kraut, das Tote zum Leben wiedererwecken kann.
In England galt der Salbei als heiliges Kraut, mit dem sich Leben verlängern lässt.
Der mittelalterliche Volksglaube besagt, ein Salbeibusch wachse nur bei einem Weisen oder dort, wo die Frau Herrin im Hause ist.



BIO SALBEI


Zum Räuchern verwendete Pflanzenteile:
Das ganze Kraut

Salbei in der Mythologie:
In Ägypten und Griechenland galt Salbei als Mittel gegen Unfruchtbarkeit. Lebte ein Paar vier Tage lang enthaltsam und trank täglich gesalzenen Salbeisaft, galt die Empfängnis als sicher.
Für die Römer war der Salbei, was den Kelten die Mistel war: ein Geschenk der Götter und ein Allheilmittel.
Den keltischen Druiden war Salbei das Kraut, das Tote zum Leben wiedererwecken kann.
In England galt der Salbei als heiliges Kraut, mit dem sich Leben verlängern
lässt.
Der mittelalterliche Volksglaube besagt, ein Salbeibusch wachse nur bei einem Weisen oder dort, wo die Frau Herrin im Hause ist.
Salbei war eines der drei Henkerskräuter (Salbei, Katzenminze und Gamander). Die Henker sollten dadurch inneren Abstand finden und einen ruhigen, klaren Geist erhalten. Sie nahmen einen solchen Trank zu sich, bevor sie eine Hinrichtung vornahmen.

Salbei in der Volksmedizin:
Zahlreiche Inhaltsstoffe des Salbeis helfen bei Magen- und Darmbeschwerden, Erkältungen, Zahnschmerzen, Gehirnerkrankungen, Nervenleiden sowie Hautausschlägen. Sie sind desinfizierend.


ROSMARIN


"Und da ist Rosmarin, das ist für die Treue" (In Shakespeares Hamlet bindet Ophelia Hamlet einen Rosmarinkranz als Zeichen der Treue)

Rosmarin öffnet das Herz und steigert unsere Bereitschaft loszulassen. herzöffnend – stärkt das Herzchakra, anregend, reinigend , schützend, hilft beim Loslassen.



MINZE


Der westgermanische Pflanzenname Minze (mittelhochdeutsch minz, althochdeutsch minza, englisch mint) beruht auf einer Entlehnung aus dem lateinischen Wort menta. Dieses Wort wiederum wird in einen Zusammenhang mit der griechischen Nymphe Minthe gebracht

https://de.wikipedia.org/wiki/Minzen

Kaum ein Kraut ist seit alten Zeiten so beliebt wie die Minze. So wird sie zur Reinigung von Räumen, ab er vor allem bei Stress und starker Anspannung verwendet.






(foto: google)

 


HOME
AZTEC ART
ANCIENT WAYS
SILVER ART
KUNST UND HANDWERK
BEVORZUGTE LINKS
ÜBER MICH