RUNEN

R U N E N

2019 - S. Uridil©

Als Runen bezeichnet man nordische, bzw. altgermanische Schriftzeichen, wobei das Wort Rune erst im 17. Jahrhundert entstanden ist. Allerdings finden sich Vorformen in allen germanischen Dialekten, die soviel bedeuten wie Geheimnis oder flüstern, raunen. Tatsächlich waren dies in alter Zeit geheime Schriftzeichen, die sowohl zum Schreiben als auch für magische Zwecke benutzt wurden. Diese Buchstabenreihe nannte man Futhark.

Hier hat auch das bis in die heutige Zeit gebräuchliche Wort "Buchstabe", das sich zusammensetzt aus Buche und Stab, seinen Ursprung, denn es war üblich, die Runen, die für magische Zwecke genutzt wurden, in Stäbe aus Buchenholz zu ritzen. Anschließend wurden die Runen gerötet und dadurch magisch geladen. Man benutzte dazu entweder Blut oder Zinnober und Ocker. In unserer modernen Zeit tut es auch rote Farbe. Doch nun zurück zu der Bezeichnung Futhark. Diese setzt sich zusammen aus den ersten sechs Zeichen der Runenschrift.

 F für Fehu

U für Uruz

TH für Thurisaz

A für Ansuz

R für Raidho

K für Kenaz

 Es gibt verschiedene Futharks, aber ich habe mich zum Studium des älteren Futharks mit 24 Zeichen entschieden, da es am ursprünglichsten ist.
Die Runen sind göttlichen Ursprungs, denn laut der Edda, einem nordischen Epos, hat kein geringerer als Odin selbst die Runen den Menschen geschenkt.

So heißt es dort:

Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum neun Tage
und neun Nächte lang, mit dem Ger verwundet,
geweiht dem Odin, ich selbst mir selbst,
an jenen Baum, da jedem fremd, aus welcher Wurzel
er wächst.
Sie spendeten mir nicht Speis noch Trank,
nieder neigt ich mich, nahm auf die Runen,
nahm sie rufend auf, nieder dann neigt ich mich.
Zu wachsen begann ich und wohl zu gedeihn,
weise ward ich da.
Wort mich von Wort zu Wort führte,
Werk mich von Werk zu Werk führte. (Wikipedia)

 So wurde uns ein spirituelles Werkzeug von Odin direkt in die Hand gegeben, das wir für magische Zwecke, oder besser gesagt als Energieverstärker einsetzen können. Jede Rune hat ihren eigenen mit magischer Kraft versehenen Namen, der seine ganz spezifische Bedeutung hat. Tragen wir nun eine bestimmte Rune als Amulett oder auf ein Blatt Papier geschrieben, bei uns, so zieht sie dadurch bestimmte Energien an, und sorgt für deren Verwirklichung. Noch wirkungsvoller ist das Nachstellen der Runen mit dem eigenen Körper, denn dadurch ziehen wir direkt diese kosmische Energie an.

Auch zum Weissagen können die Runen benutzt werden, da jede eine eindeutige Aussage hat.

Überliefert wurde dieses alte Wissen durch drei Runendichtungen, der altenglischen, der isländischen und der norwegischen, die alle in ihrer Aussage ziemlich übereinstimmend sind, was die Bedeutung der Runen betrifft. So haben wir auch heute noch die Möglichkeit, Runen auf positive Weise für uns zu nutzen. Hier liegt die Betonung auf positiv. Das ist wichtig, weil Runen, die zum Schaden anderer verwendet werden, sich gegen seinen Absender richten können, und so der Schuss nach hinten losgeht.

 Nun die Übersicht und eine kurze Beschreibung der 24 Runen:

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BESCHREIBUNG

FEHU
Das Urfeuer, aus dem alles entstand, die allerschaffende Kraft. Sie ist die Rune des materiellen Reichtums.
Magische Verwendung:
Um Wohlstand zu erlangen. Wobei das Naturgesetz wo nehmen und geben im Gleichklang stehen muss, beachtet werden sollte, sonst kann es sein, dass man alles wieder verliert.  

URUZ
Die vitale Kraft dieser Rune wirkt belebend, stärkend und heilend auf Körper Geist und Seele.
Magische Verwendung:
Zur Stärkung unserer Gesundheit und Lebenskraft. Oder um Kontakt aufzunehmen zu seinem höheren Selbst um das Gesetz von Ursache und Wirkung, und damit auch sein Schicksal zu erkennen.

THURISAZ
Hilft den Willen in die Tat umzusetzen, um gesteckte Ziele zu erreichen und Hindernisse zu überwinden.
Magische Verwendung:
Um durch Vermehrung der Willensstärke und der Tatkraft gesteckte Ziele zu erreichen, auch wenn Hindernisse den Weg erschweren. Auch um die Konfliktbereitschaft zu erhöhen.

ANSUZ
Schenkt Inspiration und Überzeugungskraft. Sie lässt die Macht der Gedanken und Worte erkennen.
Magische Verwendung:
Zur Mehrung der Überzeugungskraft und Redegewandtheit. Oder um Wissen anzusammeln, das später dann zur Weisheit führt und zur Bewusstseinserweiterung.

RAIDHO
Rune der Bewegung und Rhythmen. Symbol der rechten Ordnung im Universum und im täglichen Leben. Schutzrune der Reisenden.
Magische Verwendung:
Um die kosmischen Rhythmen zu erkennen und im Einklang mit ihnen zu leben. Dabei auch zu erfahren, dass wir unserer inneren Führung vertrauen können. Sie schützt uns auch auf Reisen.

KENAZ
Bringt Licht ins Dunkel um Tatsachen zu erkennen. Die Rune der Transformation unterstützt die Wandlung zum Besseren.
Magische Verwendung:
Die Arbeit an sich selbst zu erleichtern oder um sein sexuelles Feuer wieder aufflammen zu lassen.Klares Denken und Verbesserung der Konzentration kann auch erreicht werden.

 GEBO
Die Verbindung von Mensch und Gott, von Liebenden und Gleichgesinnten, schafft Harmonie untereinander.
Magische Verwendung:
Unsere Talente und Begabungen zu erkennen und zum Wohle aller einzusetzen. Die Verbindung zwischen Menschen in Liebe, Freundschaft und Familie zu stärken.

WUNJO
Rune der Freude. Schafft Übereinstimmung von gegensätzlichen Meinungen und Menschen und fördert die Kameradschaft.
Magische Verwendung:
Zur Verbesserung des Lebens durch Freude, innere Zufriedenheit und Harmonie mit uns selbst und unserer Umwelt. Versöhnungen können mit ihrer Hilfe auch erreicht werden.

HAGALAZ
Die Mutter der Runen, die die Kraft aller Runen in sich vereint, schützt, und verbindet uns mit den Kräften der Natur.
Magische Verwendung:
Als Schutzrune, um mystisches Wissen zu erlangen und um zu erkennen, dass der Geist die Fähigkeit besitzt, Materie zu beeinflussen.

NAUDHIZ
Wendet Not zum Guten, hält Elend und Mangel fern. Sie hilft, dein Schicksal als Not-Wendigkeit zu erkennen, um über dich hinauszuwachsen.
Magische Verwendung:
Zur Veränderung misslicher Lebensumstände, um das Schicksal zu verstehen, daraus zu lernen und entsprechend umzuwandeln. Diese Rune kann auch verwendet werden um Hass und Streit auszuschalten.

 ISA
Hilft eine selbstbewusste Persönlichkeit zu entwickeln. Sie lehrt Selbstbeherrschung, verleiht Willenskraft und fördert die Konzentration.
Magische Verwendung:
Um sein Ego zu stärken und seine Persönlichkeit im Einklang zwischen Himmel und Erde zu entwickeln. Willenskraft und Einsicht können verstärkt werden und auch Selbstbeherrschung und Konzentrationsfähigkeit.

JERA
Verkörperung des ewigen Zyklus der Zeit. Sie lässt erkennen, wann es Zeit ist zu säen, und wann wir die Früchte unseres Tuns ernten können.
Magische Verwendung:
Erkennen von Werden und Vergehen vom Zyklus der Zeit in der Natur, um dies auch in unser menschliches Leben zu integrieren und dadurch in Harmonie mit uns und der Natur zu kommen.

EIWAZ
Verleiht Weisheit und Ausdauer und lässt unsere wahre Bestimmung erkennen. Auch schützt sie vor fremdem Zauber.
Magische Verwendung:
Zum Schutz und als Abwehrzauber gegen fremde magische Einflüsse und um unsere eigentliche Lebensaufgabe zu erkennen.

PERTHO
Lässt das Gesetz von Ursache und Wirkung erkennen, um Herr bzw. Frau über das eigene Leben zu sein.
Magische Verwendung:
Zur Schicksalsbewältigung, um das eigene Leben in Griff zu bekommen, das ewige Auf und Ab zu beenden, durch die Macht der drei Schicksalsnornen.

ELHAZ
Stellt den Kontakt zu deinem Schutzwesen her und unterstützt dein Streben von der materiellen Ebene zur spirituellen.
Magische Verwendung:

Um Gefahr und Unglück abzuwenden und um den Kontakt zu deinen Schutzwesen herzustellen.

SOWILO
Stärkt Wille und Tatkraft. Durch handeln nach deiner inneren Stimme erreichst du deine Ziele. Sowilo ist der Schlüssel zum Erfolg.
Magische Verwendung:
Um durch den Kontakt zu deiner inneren Stimme, und das auf sie hören zum Erfolg zu kommen, und um Licht ins Leben zu bringen.

TIWAZ
fördert Recht und Gerechtigkeit. Erfüllt uns mit Stärke, Beständigkeit und Verlässlichkeit.
Magische Verwendung:
Um die Opferbereitschaft zu schulen, denn dies ist wichtig um auf der Erfolgsleiter nach oben zu klettern. Oder auch um bei Gerichtsverhandlungen Gerechtigkeit und Recht zu bekommen.

BERKANO
Die Rune der Fruchtbarkeit schenkt Geborgenheit und hilft in Übergangszeiten wie Geburt, Pubertät, Eheschließung und Tod.
Magische Verwendung:
Um die Weiblichkeit zu fördern oder das Frausein bewusst zu erleben und zu akzeptieren. Auch kann sie bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt werden und um Lebensabschnitte besser zu bewältigen.

EHWAZ
Verbindung gegensätzlicher Energien und Elemente in harmonischem Miteinander. Auch von Menschen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.
Magische Verwendung:
Zur Verbesserung sämtlicher Beziehungen, sei es in Liebe, Familie, Freundschaft oder Geschäft, damit eine gute Partnerschaft sich entwickelt.

MANNAZ
Schafft Selbsterkenntnis und lässt das Wesen der Menschlichkeit erkennen, um mich selbst und andere so zu nehmen wie sie sind.
Magische Verwendung:
Um Zugang zum kollektiven Bewusstsein zu erhalten und sich selbst und die Mitmenschen besser zu verstehen.

LAGUZ
Gibt Vitalität und Lebenskraft, um in Geist und Seele weiterwachsen zu können. Sie offenbart uns die Tiefen des Unbewussten.
Magische Verwendung:
Um ins Unbewusste vorzudringen und um Vitalität und Lebenskraft zu verstärken.

INGWAZ
Schenkt Ruhe, Ausgeglichenheit und Geduld für die konstruktive Pause, die alle Dinge benötigen um zu reifen.
Magische Verwendung:
Um sich in Geduld zu üben und den Dingen Zeit zu lassen, sich zu entwickeln oder um Energien anzusammeln, die dann auf einen Punkt gebracht werden können. Oder auch um die männliche Zeugungskraft zu verstärken.

OTHALA
Schafft Bodenständigkeit, Einssein mit den eigenen materiellen und geistigen Wurzeln und familiäre Gemeinschaft.
Magische Verwendung:
Um die Familienbande zu festigen und materiellen Wohlstand zu erlangen. 

DAGAZ
Rune des Lichts als Quelle von Kraft und Wohlbefinden. Fördert Erkenntnis und Erleuchtung durch Demut und Empfänglichkeit.
Magische Verwendung:
Um Ruhe zu finden, Erkenntnis und Erleuchtung. Oder um Licht in unser Leben zu bringen.  


Tipps zur Anwendung

Runen sind nicht ganz einfach. Man kann sie legen, ziehen oder werfen. Vor allem aber sollte man klare Vorstellungen haben, was man fragen will, wo oder wie das Problem ist.

 Sei dir bewusst, dass Runen immer ihre eigenen Regeln haben.

 Es ist nicht von ungefähr, dass nur die Weisen und Runenkundigen das Los geworfen haben. Druiden selbst taten dies nicht, da sie ja viel mächtigere Fähigkeiten und Kräfte zur Verfügung hatten.
Ich habe bei den Bedeutungen der Runen absichtlich nur Schlagworte angegeben, damit man selbst nach seinem ganz persönlichen Gefühl und Intuition seine Deutung finden kann.

Entspanne dich und versuche abzuschalten, wenn du die Runen befragst. Benutze die hier beschriebenen Bedeutungen der einzelnen Runen als Inspiration. Lasse Sie Bilder und Gefühle, aber auch Worte hochkommen. Es wird nicht immer gleich alles stimmig sein, aber nimm dir die Zeit zu warten, bis du das Gefühl der Richtigkeit bekommst. Sei ehrlich mit dir selbst.
Dein Bewusstsein wird sich ausdehnen, du wirst deinen Weg klarer erkennen und somit deine Probleme leichter lösen können

Reinigung:

spüle die Steine in regelmäßigen Abständen – am besten nach jeder Sitzung – in lauwarmen, klarem Wasser und lege sie dann 24 Stunden ans Fenster. So bekommen die Steine – aber auch die Runen - wieder Kraft und Präzision. Denn wenn die Runensteine „verschmutzt“ sind, geben sie bei der nächsten Befragung unklare Auskunft.

Solltest du Probleme haben, kannst du dich gerne an mich wenden: info@aztec-art.at 

Odins - Rune

Dies ist die einfachste Art der Runenbefragung: Ziehe eine einzige Rune. Diese eine Rune umfasst gleichzeitig die augenblickliche Situation, das Problem und dessen Lösung.

Diese Methode kannst du anwenden, wenn du unter Druck stehst und möglichst schnell einen Hinweis brauchst.



Runen - 3-er Orakeljpg




Runen - 3 Lebenswegejpg

1 – Deutung der Vergangenheit im jetzigen Leben
2 – die gegenwärtige Situation
3 – Deutung der Zukunft im jetzigen Leben
4 – Erkennen der verschiedenen Einflüsse in der Vergangenheit
5 - Erkennen der verschiedenen Einflüsse in der Zukunft

Diese Form der Legung ist aussagekräftiger als die oben angeführte. Sie beantwortet jedoch konkrete Fragen nicht so klar.


Runen - Keltenkreuzjpg

1 – Vergangenheit
2 – Gegenwart
3 – Zukunft
4 – Ursprünge der Situation
5 – Gegenwärtige Situation
6 – Weiterentwicklung einer Situation
7 – Der / die fragende Person

 Du hast noch Fragen? Ich beantworte sie gerne

HALLOWEEN . . .

S. Uridil©


ist – genauso wie Beltane – oder Walpurgis zwar offiziell nur auf eine Nacht beschränkt, doch der Einfluss der herrschenden Energien wirkt bis zu 3 Tage vorher und nachher.

In dieser Zeit ist die Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits besonders durchlässig und so gehören eigentlich beide Ereignisse zu besonderen Festen. Feiert man zu Beltane freudig und tanzend, so wird zu Samhain das Jahr und der Jahreskreis verabschiedet. Noch zu meiner Kinderzeit war es Brauch, zum 1. November neue Kleidung – Winterkleidung – zu bekommen.

Leider ist jedoch speziell Samhain zu einem fürchterlichen Spektakel verkommen, das an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten ist. Anstatt dieses hohe Fest mit Meditation zu begehen und das Ruhen der Natur zu feiern, wird in den fürchterlichsten Masken und Verkleidungen herumgelaufen.

Natürlich soll man auch feiern, und – natürlich sind die Jenseitigen nicht nur immer gut und schön – aber muss es so ausarten?  

Da gibt es zum Beispiel das Thema „HEXEN“:

Doch – woher kommt das? Und – waren sie so böse, wie sie zu oft dargestellt werden? NEIN !

Wenn man sich auch nur ein wenig mit den Themen Kulturen, Religionen Traditionen und dergleichen befasst hat, so wird man erkennen, dass alles auf einen Urschamanismus zurück weist. In vielen Ländern und Kulturen werden heute noch die Schamanen / Schamaninnen hoch verehrt. Warum nicht in Europa? Weil man sie ausgerottet hat und somit das Alte Wissen korrumpiert wurde. Ursprünglich wohnten die Weisen Frauen – also die Schamaninnen – entfernt(er) von den Dörfern und größeren Ansiedlungen. Meist im / am Wald oder eben auf Lichtungen, wo auch ausreichend Wiese vorhanden war und sie somit auf einen von der Natur eingerahmten (eingezäunten) Areal lebten. Dort wuchsen auch die Kräuter, die die kräuterkundigen Frauen benötigten. Was gerade nicht da war, wurde untereinander getauscht, wie es beispielsweise in Südamerika von den dortigen Schamanen heute noch praktiziert wird. Und so besaßen sie ein weitreichendes Wissen über Krankheit, Heilung, Geburt und Tod – was so Einigen absolut nicht passte.

Auf Grund der Wohnstätten der Weisen Frauen wurden sie im Volksmund auch „Zaunreiterinnen (= von dem natürlich eingeZÄUNTEN Areal) genannt. Der bekanntere Name aber war erst „die Weisen Frauen vom Hag“ oder „Hagediessen“ (= der oben benannte Bereich wurde und wird noch heute als „Hag“ bezeichnet) und veränderte sich mit der Zeit zu „Hagsen“ – was nur die Abkürzung des Wortes Hahgediessen ist.

Nun kamen die Mönche und sahen, welche macht die Weisen Frauen hatten. Nun, aus ihrer Sicht ging das ja gar nicht. Sie legten Klostergärten an und holten sich – über Umwege – die Kräuter und ein wenig des Wissens und pflanzten die Kräuter willkürlich an, ohne sich um Standort, Bodenbeschaffenheit oder dergleichen zu kümmern. Dass die Kräuter damit viel an Kraft und Heilkraft verloren ist eigentlich verständlich. Den „guten Männern“ war es das nicht, auch ging es gänzlich gegen die (von Männern gemachte!) Religion, dass Frauen Wissen und Macht hatten - und so VERTEUFELTEN sie die Frauen und aus den „Hagsen“ wurden einfach die „Hexen“ und verleumdet. Die Inquisition tat ein Übriges.      

Da war gerade dieses Wort „VERTEUFELN“ . . . Was war der Teufel, wenn man ihn bei Licht betrachtete?

In all den Kriegen und Kämpfen, die das Früh- Mittel- und Spätmittelalter zu erdulden hatte, wurden nicht nur viele Männer getötet (ich frage mich manchmal, wie die europäische Bevölkerung überleben konnte) und verletzt.

Nun war ein Mann, der einen Arm oder Fuß verloren hatte, in der Landwirtschaft nicht mehr voll einsatzfähig. Oft hatte eine Familie auch Haus und Hof verloren. Was oft blieb, war das äußerst magere Einkommen als Köhler.

Nun – wie musste man sich das vorstellen:
von der Holzkohle und der Asche waren sie von Haus aus verrußt = schwarz. Es lebte ein Köhler allerdings Sommer und Winter bei seinem Meiler – also war ihm auch kalt. So erbat er sich, wenn irgendwo eine Ziege geschlachtet wurde die Haut, gerbte sie ein wenig oder gar nicht und hüllte sich in die wärmende Haut so gut es ging. Dass meistens noch der Kopf mit den Hörnern dran war, störte ihn meist wenig. Auch war ein Ziegenfuß bei Verlust eines Beines nicht nur hilfreich sondern auch einfacher zu bekommen.

Runden wir das Bild ab: Ein Mann, schwarz vom Ruß, mit einem stinkenden Fell, das eventuell noch Hörner Hatte und als Substitut für den Fuß einen Ziegenfuß – und fertig ist der „Teufel“, wie er gerne landläufig beschrieben wird.      

Was das mit Samhain zu tun hat?
Alles! Einerseits waren da der Aberglaube und die (von interessierter Seite gut geschürte) Angst vor Hölle und Fegefeuer, andererseits waren da auch das fest verwurzelte Wissen und die Tradition der Ahnenverehrung.

Die Verbindung zu den Ahnen, die einem beschützen und leiteten, war eine große spirituelle Kraft früherer Kulturen. Sie lebten nicht als getrennt von ihren verstorbenen Ahnen, sondern spürten ihre allgegenwärtige Gegenwart in ihrem Leben. Sie baten sie um Rat und Beistand in allen wichtigen Angelegenheiten, sie verehrten sie und achteten sie.

Man glaubte, dass die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. Und da es sich auf Grund dessen natürlich größtenteils um hochverehrte Ahnen handelte, standen die Lebenden dem Ereignis mit gemischten Gefühlen gegenüber: mit Achtung und mit Scheu. Die Kraft und Hilfe, die von den Ahnen kam und auch noch heute kommen könnte, war unglaublich. Und so schenkte man ihnen gerade in dieser Nacht besondere Aufmerksamkeit.

Noch älter ist jedoch die keltische Tradition, da ganz Europa uraltes Keltenland war /ist.

Es ist das keltische Silvester, dessen Name sich von „all Hallows eve“, was so viel wie Allerheiligen bedeutet, ableitet. Für die Kelten ist - mythologisch gesehen - Samhain auch den Zeitpunkt, wo der Jahreskreiskönig, also die Sonne, stirbt. Nur durch den Tod kann neues Leben entstehen – und so steht gerade das Fest Samhain für den ewigen Kreislauf des Lebens.

*****

Like Beltane or Walpurgis, it is officially limited to only one night, but the influence of the ruling energies takes up to 3 days before and after. At this time, the connection between the other side and the hereafter is particularly permeable, and so both events actually belong to particular festivals. Whereas Beltane is celebrated joyfully and dancing, the year with its passed seasons - the celebration at Samhain is a farewell. In my childhood, it was customary to get new clothes - winter clothes - at November 1st as to celebrate the beginning of a new year.

Unfortunately, Samhain, in particular, has degenerated into a terrifying spectacle, which can hardly be surpassed in tastelessness. Instead of celebrating this high festival with meditation and celebrating the resting of nature, the most horrible masks and disguises run around. Of course, you should also celebrate, and - of course, the other world is not only always good and beautiful - but: must it be so?

There is for example, the theme "WITCHES":

Where does his word come from? Moreover, were they as evil as they were portrayed too often? Now
if you are a little interested in themes of cultures, religions, traditions and the like, you will see that everything reverts to primordialism.

In many countries and cultures, the shamans are still highly revered today. Why not in Europe?

Because they have been exterminated and thus the old knowledge has been corrupted.

Originally, the wise women - the shamans - lived removed from the villages and larger settlements. Mostly in the forest or even on clearing, where there were also sufficient meadows and thus they lived on an area, framed by the nature (fenced). The herbs, which the herbalist women needed, also grew there. What was not there was exchanged among themselves, as still practiced in South - and Central America by the local shamans. Therefore, they possessed a far-reaching knowledge of illness, healing, birth and death - which absolutely did not fit to some.

Because of the dwellings of the wise women, they were also called "Zaunreiterinnen" (= “fence riders” of the naturally fenced-in area) in the common language usage. The better-known name, however, was first called "the wise women of the Hag" or "Hagediessen" (= the above-mentioned area and is still today called "Hag" = “fenced area”) and changed with time to "Hagsen" - which is only the abbreviation of the word "Hagediessen".
Now the monks came and saw what power the wise women had. Well, from their point of view, that did not work. They set up monastic gardens, and took the herbs and a little bit of knowledge - by way of a little (big) cheating - and planted the herbs arbitrarily, without taking care of the location, soil, or the like.

That the herbs thus lost a lot of strength and healing power is actually understandable. It was not to the "good men," and also was it wholly contrary to the religion - made by men - that women had knowledge and power, so they denounced the women, and the "Hagsen" were simply mispronounces to "witches" (=Hexen) and thus the "witches" slandered. The Inquisition did the rest.

There was just this word "denounce" (in German language "VERTEUFELN”). . .

What was the devil when you looked at him in this light?

In all the wars and struggles that the early Middle and Late Middle Ages had endured, not only were many men killed (I sometimes wonder how the European population could survive) but also injured.

Now - a man who had lost an arm or foot was no longer fully operational in agriculture. Often a family had lost house and farm. What mostly remained was the extremely meager income as a charcoal.

Well, how should one imagine this?

They were soothed black from the charcoal and the ashes. There lived a man however summer and winter at this place – so he was exposed to all sorts of weather.
The easiest way to help himself was to ask if a goat was slaughtered somewhere near, to get the skin, tanned it a little or not at all, and wrapped himself in the warming skin as best he could. That usually the head with the horns was still attached usually disturbed him little. In addition, a goat foot was not only helpful when having lost a leg but also easy to get.

Let's round off the picture:

A man, black from the soot, with a stinking coat that may still have horns and a goat-foot, as a substitute for the leg - and the "devil" is ready, as he usually is described in popular terms.

What has this to do with SAMHAIN?

EVERYTHING!

On the one hand, there were the superstition and the (well fed by the interested side = monks) fears of hell and purgatory, and on the other hand there was also the firmly rooted knowledge and the tradition of ancestral worship.

The connection to the ancestors that protected and directed one, was a great spiritual force of earlier cultures. They did not live apart from their deceased ancestors, but felt their ubiquitous presence in their lives. They asked for advice and assistance in all important matters, they worshiped them and respected them.
It was believed that on this evening the dead ancestors would have permission to return to the place of their former life. And, since for the most part, it was a question of highly revered ancestors, the living ones faced the event with mixed feelings: with respect and with shyness. The strength and help that came from the ancestors - and could still come today - was incredible. Therefore, them were given special attention during the night.

Even more ancient is the Celtic tradition, since all of Europe was (and still is) ancient Celtic.

It is the Celtic New Year's Eve, whose name derives from "ALL HALLOWS EVE", which means as much as All Saints.

For the Celts - from a mythological point of view - Samhain is also the date when the yearly king, the sun, dies. It is only through death that new life can arise - and so the feast of Samhain stands for the eternal cycle of life.